Die AAM Umfrage 2009/2010 ist die erste rein österreichbezogene Marktumfrage zum Thema der elektronischen Archivierung. Die Umfrage wurde im Zeitraum Oktober 2009 bis März 2010 durchgeführt.
Hier nun die Top-Ergebnisse kurz von den Autoren (Deloitte, Pitschek+Partner) zusammengefasst (Reihenfolge hat keine Bedeutung).
1 Unternehmen vertrauen auf ihr elektronisches Archivsystem und werfen bereits digitalisierte Papierdokumente weg.
2 Die erwarteten Kosten vor der Einführung und die tatsächlichen Kosten nach der Einführung unterscheiden sich maßgeblich.
3 Es besteht ein Unterschied bezüglich der Auskunfts- und Informationsquellen zum Thema Archivierung zwischen Unternehmen mit bzw. ohne eine bestehende Archivlösung. Unternehmen mit bestehendem Archiv nutzen zumeist interne Quellen, Unternehmen ohne Archiv zumeist externe Quellen.
4 Ein Outsourcing einer elektronischen Archivierungslösung ist für österreichische Unternehmen keine Option. Ebenso bleibt das Thema „Cloud-Computing“ in diesem Bereich im Hintergrund.
5 Mehr als die Hälfte der Unternehmen mit einem elektronischen Archiv setzen mehr als ein Archivsystem ein.
6 Fast alle Unternehmen, die ein Archiv im Einsatz haben, sind damit zufrieden oder sehr zufrieden.
7 Die Gründe für die Einführung eines elektronischen Archivsystems liegen neben der Rechtssicherheit in der Verbesserung der Produktivität sowie in der Absicherung der Vorgänge.
8 In den nächsten 18 Monaten werden eine Vielzahl an Neuprojekten oder Erweiterungen bestehender Archivierungslösungen umgesetzt.
9 Ein unternehmensweites Such- und Berechtigungskonzept über mehrere Archivsysteme hinweg wird kaum implementiert. Es wird jeweils getrennt (technisch wie organisatorisch) in den Archiven gesucht und berechtigt.
10 Die Implementierung von elektronischen Archivsystemen obliegt gänzlich der IT-Abteilung. Die Anforderungen aus den Fachabteilungen nehmen jedoch an Bedeutung zu.