Oftmals werden Daten von elektronischen Archivsystemen nur inkrementell gesichert. Zusätzliche Datensicherungen im Monats- bzw Jahresrhythmus gewährleisten, dass auch Daten, die bereits im Zuge der täglichen Sicherung überschrieben wurden noch für Rücksicherungen bzw zur Beweissicherung zur Verfügung stehen. Ohne derartige Sicherungen besteht unter anderem das Risiko, dass der Datenbestand zum Zeitpunkt des Jahresabschlusses nicht wieder hergestellt werden kann, selbst wenn alle Daten online zur Verfügung stehen.
Unsere Erfahrungen zeigen, dass es bei ausschließlich inkrementellen Sicherungen immer wieder zu Problemen mit der vollständigen Rücksicherung des Datenbestands kommen kann. Da bei inkrementellen Sicherungen nur die täglichen Änderungen gesichert werden, benötigt man immer alle inkrementellen Sicherungen bis zur letzten Vollsicherung, um die Daten wieder auf den aktuellen Stand zu bringen.
Wir empfehlen daher zusätzlich zu den täglichen Sicherungen auch spezielle Monats- und Jahressicherungen durchzuführen, wobei die Jahressicherungen nicht überspielt werden sollten. Dies sollte für alle Produktivdaten dh Dokumente, Datenbanken, Konfigurationen, Berechtigungen udgl durchgeführt werden.
Im Hinblick auf unvorhersehbare Notfälle würden wir auch empfehlen die Wiederherstellung des Archivs zu testen, da daraus wichtige Informationen für die Optimierung der Abläufe im Falle eines Notfalls gezogen werden können. Auch die Effektivität der Datensicherung und die Wiederherstellungsdauer können so getestet werden.

